// Erstmals offizielle Zahlen: Was der BVDW-Marktbericht für dein Affiliate-Programm bedeutet

Der neue Affiliate und Partner Marketing Circle (APMC) im BVDW hat erstmals konsolidierte Marktzahlen für Deutschland veröffentlicht. Was das für Benchmarks, Vergütungsmodelle und die Budgetplanung deines Affiliate-Programms bedeutet.

Erstmals belastbare Marktzahlen für Deutschland

Bislang stützte sich die Affiliate-Branche in Deutschland vor allem auf Schätzungen und Einzelstudien einzelner Anbieter. Mit der neuen APMC-Erhebung im BVDW liegt erstmals eine konsolidierte Zahlenbasis vor, die auf realen Datenmeldungen von 13 führenden Netzwerken beruht, darunter Awin, CJ, Tradedoubler, Webgains und Adcell. Für Advertiser bedeutet das: belastbarere Benchmarks für Budgetplanung, Vergütungsmodelle und Kanalvergleiche, statt sich auf Bauchgefühl oder einzelne Netzwerkzahlen verlassen zu müssen.

 

Konsolidierung im Netzwerkmarkt: Tradedoubler wird NYORDA

Zeitgleich vollzieht die börsennotierte Tradedoubler AB eine formelle Umbenennung: Auf Konzernebene firmiert sie ab sofort als NYORDA AB. Unter diesem Dach werden künftig Tradedoubler, Metapic, Appiness, Retail Bridge Media und EmnaAI gebündelt. Die Umbenennung ist mehr als Kosmetik – sie signalisiert eine strategische Neuausrichtung hin zu einem breiteren Portfolio aus klassischem Affiliate-Tracking, Content- und Cashback-Modellen sowie KI-gestützten Publisher-Lösungen.

 

Was das für Advertiser bedeutet

Die Kombination aus offiziellen Marktzahlen und Netzwerk-Konsolidierung verändert die Ausgangslage für Affiliate-Programme gleich doppelt. Zum einen lassen sich Performance und Vergütungsstrukturen jetzt erstmals gegen einen echten Marktdurchschnitt spiegeln. Zum anderen bündeln einzelne Netzwerkgruppen zunehmend mehrere Publisher-Modelle unter einem Dach, was Verhandlungsmacht, Tracking-Technologie und Publisher-Mix in bestehenden Programmen verschieben kann.

 

Handlungsempfehlungen

  1. Bestehende Affiliate-Vergütungsmodelle gegen die neuen APMC-Marktzahlen prüfen und bei Bedarf nachjustieren.
  2. Netzwerkverträge und Publisher-Mix im Licht der Konsolidierung (z. B. NYORDA-Portfolio) neu bewerten.
  3. Prüfen, ob neue Publisher-Modelle wie Cashback über Mobile Gaming oder KI-gestützte Publisher-Angebote für das eigene Programm relevant sind.
  4. Reporting so aufsetzen, dass sich die eigenen Kennzahlen künftig laufend mit den APMC-Branchenzahlen abgleichen lassen.

Fazit

Erstmals offizielle Marktzahlen und eine sichtbare Konsolidierung der Netzwerklandschaft geben Affiliate-Programmen eine neue Vergleichsbasis – und zwingen Advertiser dazu, bestehende Setups aktiv gegen den Markt zu spiegeln, statt sich auf gewachsene Strukturen zu verlassen.

 

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